Am vergangenen Donnerstag war ich zum ersten Mal beim WordPress Meetup in  Nürnberg. Das Thema war „Rechtsfragen für Website-Betreiber“. Auf die Veranstaltung bin ich aufmerksam geworden, weil im Rahmen der Nürnberg Web Week 2017 dafür geworben wurde.

Auch wenn es sich hierbei um ein WordPress Meetup handelte, war das Thema auch für alle anderen Webseitenbetreiber interessant. Natürlich wurden immer wieder ein paar WordPress-spezifische Infos, wie z. B. für Plugins etc,  eingestreut, aber die Gesetze gelten für alle und man kann die Infos leicht auf Nicht-WordPress-Seiten übertragen.

Das Publikum war bunt gemischt, wobei die Tendenz trotzdem eher zum männlichen Geschlecht ging. Wie viele Blogger dabei waren, konnte ich aber nur schwer einschätzen.

Gehalten wurde der Vortrag von dem Rechtsanwalt Udo Meisen, der seit mindestens 10 Jahren in den Bereicht tätig ist.

Als Veranstaltungsort wurde das Coworking in Nürnberg ausgewählt. Dort finden anscheinend auch andere Meetups der Nürnberger WordPress Gruppe statt.

Der Vortrag

Falls du nicht dabei sein konntest, kann ich dich aber beruhigen: Von den Veranstaltern wurde der Vortrag aufgezeichnet und ins Netz gestellt. Ich weiß, mit 3 Stunden ist der Vortrag ganz schön lang, aber glaub mir, es lohnt sich! Hier kannst du dir den Vortrag ansehen:

Mein Fazit

Ich bin nun seit 16 Jahren online unterwegs, bastel fast genauso lange an Webseiten und habe vor 15 Jahren meinen ersten Blog gestartet. Seit fast 10 Jahren blogge ich hier und weiß auch berufsbedingt mittlerweile einiges zum Thema Gesetze. Natürlich lege ich auch großen Wert darauf, meinen Blog gesetzeskonform zu gestalten. Man macht sich sonst angreifbar und die erste Abmahnung lässt vermutlich nicht lange auf sich warten. Dass sich im Laufe der Zeit in einer Webseite Dinge einschleichen, die nicht im Sinne des Gesetzgebers sind, lässt sich wohl nicht vermeiden. Dies passiert vielleicht auch Unwissenheit.

Mir persönlich hat der Vortrag viel gebracht. Ich werde zukünftig noch genauer hinschauen. Auch habe ich vor meinen gesamten Content, den ich bereits veröffentlicht habe, nochmals zu hinterfragen. Aus diesen Grund kann es sein, dass in der nächsten Zeit, der ein oder andere Artikel vom Blog verschwindet oder umgeschrieben wird. Da ich mittlerweile über 1200 Artikel veröffentlicht habe, wird es aber etwas dauern, bis ich damit durch bin.

Was mir aber am meisten Bauchschmerzen bereitet, ist die Tatsache, dass man so leicht, ohne es zu wissen, etwas falsch machen kann. Zumindest mir geht es so, dass ich schnell mal ein Plugin herunterlade, es teste, oder einen Codeschnipsel in die Sidebar einbaue, um z. B. einen Button zu bekommen. Dass so ein Plugin oder Codeschnipsel unter Umständen „nach Hause telefoniert“ und man dann ganz schnell Dritte die erhobenen Daten verarbeiten lässt,  selbst aber nicht in der Datenschutzerklärung darauf hinweist, weil man es vielleicht gar nicht weiß…

Natürlich kennt man mittlerweile die Problematik mit dem Facebook-Like-Button. Dass aber sogar die Nutzung von Google Fonts ein Problem sein kann, wusste ich bis zu dem Vortrag nicht. Ich kann daher nur an alle, die ebenfalls eine Webseite betreiben, appelieren: Schaut genau hin, denkt nach was ihr da tut und schaut euch vorsichtshalber den Vortrag mal an.

Ich für meinen Teil habe begriffen, dass es mit einer von e-recht24.de vorgefertigten Datenschutzerklärung und Impressum nicht getan ist. Man selbst ist noch viel mehr gefordert.

In diesem Sinne werde ich mit meinen neu erworbenen Kenntnissen meine Seite noch genauer unter die Lupe nehmen.

Schreibe einen Kommentar