Schweizer Käse

Manche haben es vielleicht auf Facebook bereits mitbekommen: Mein Mann und ich ärgern uns seit mindestens 4 Wochen wegen Vandalismus tierischen Ursprungs. Angefangen hatte alles damit, dass wir an einem Donnerstagabend von der Arbeit heimkamen und ein ca. faustgroßes Loch in der Fassade entdeckt hatten. Unser Nachbar machte am Tag darauf auch den Übeltäter aus: Ein junger Grünspecht hat sich unsere Fassade als möglichen Ort für seine Nistversuche herausgesucht. Alternativ könnte es auch sein, dass der den Klang der styroporisolierten Fassade auf den Specht wie ein hohler Baum klingt und das bedeutet eine mögliche Futterquelle.

Mittlerweile hat unser Haus 4 Löcher auf 2 Seiten und wird regelmäßig von 2 Spechten unabhängig von einander besucht. Eine Artenvielfalt haben wir hier, das muss man sagen – Bunt- und Grünspecht! Sowas sieht man selten…

Von anderen Nachbarn hatte ich bereits mitbekommen, dass dieser bei ihnen auch die Fassade bearbeitet hatte. Damals, als wir noch nicht betroffen waren, konnte ich nur den Kopf über das Verhalten des Vogels schütteln. Jetzt schwanke ich jedoch zwischen Wut, Fassungslosigkeit, Belustigung und Hoffnungslosigkeit. Wir haben mittlerweile so viel versucht um den Vogel davon abzuhalten unser Haus in Schweizer Käse zu verwandeln. Zuerst stellte ich einen Plastikraben auf eines der Fensterbretter um ihn zu verscheuchten. Dann hingen wir eine Girlande aus Paketschnur und Alufolienstreifen auf um zu irritieren und verschrecken. Eigentlich wollte ich die Girlande direkt am Dachüberstand anbringen. Dummerweise hat sich aber herausgestellt, dass unsere Leiter zu kurz ist. Bis jetzt ist es uns auch nicht gelungen eine Leiter aufzutreiben, die lang genug ist. Deswegen hingen wir die Girlande nur von Fenster zu Fenster im Dachgeschoss – eigentlich zu niedrig.
Danach haben wir einen Ultraschallvogelschreck bei Amazon besorgt. Ob dieser hilft, wissen wir aber nicht sicher. Erst interessierte es den Specht nicht, aber seitdem der Vogelschreck umpositioniert wurde, hat er zumindest an der  Ost-Hausseite nicht mehr gehackt.
Nachdem auch auf der West-Seite ein Loch auftauchte, haben wir uns mit Windrädchen, Stangen und Alu-Girlanden versucht zu behelfen und ihn zu verschrecken.

Jeder Versuch brachte entweder gar nichts oder nur wenige Tage Abhilfe. Jedenfalls ist die Zeit und die Witterung gegen uns. Es ist zu kalt um das Haus an besagten Stellen zu reparieren und zu verputzen . Je länger wir warten umso größer ist die Gefahr, dass uns der Putz auffriert und von der Wand bröckelt.

Zwei Stuckateure haben wir auch schon vor Ort gehabt um sich das Ganze mal anzusehen. Viel Hoffnung konnten sie uns aber nicht machen. Wenn wir es jetzt reparieren lassen, kann am nächsten Tag schon wieder ein Loch in der Fassade sein. Wir müssten unser Haus an den betroffenen Wänden mit einem Netz abhängen (haben wir schon gekauft) und das mindestens 1 Jahr hängen lassen laut dem einen Stuckateur. Alternativ könnte man auch eine Spechtattrappe anbringen lassen. Sieht beides nicht schön aus.

Besonders ärgerlich an der Geschichte ist, dass die Spechtattacken ganz schön ins Geld gehen. Das Neuverputzen lassen an sich kostet relativ wenig, allerdings benötigt man aufgrund der Höhe auf jeder Seite ein Gerüst. So kommen schnell Kosten um 2.000 € zusammen – Geld das wir aktuell an anderer Stelle brauchen – nämlich für unseren Garten. Der größte Ärger ist jedoch die Tatsache, dass Spechtschäden von keiner Versicherung bezahlt werden. Das ist nun bereits das zweite Mal, dass ich eine Versicherung für etwas wie Haus/Wohnung gebraucht hätte und feststellen musste, dass es nicht abgedeckt ist. Ganz schön enttäuschend. :(

Klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber am liebsten würde ich den Vogel abknallen. Darf man aber auch nicht weil er unter Schutz steht. Nicht mal Einfangen und Umsiedeln ist erlaubt. Wäre auch recht schwer umzusetzen.

Übrigens fühlen sich weder die Stadt noch das Landratsamt zuständig. Kein Wunder, dass ich zwischendurch mir echt verloren vorkomme. *seufz* Der einzige Lichtblick ist, dass die Spechte mit ihren Arbeiten noch nicht bis zu den Steinen durchgekommen sind. So dürften diese noch vor Feuchtigkeit geschützt sein und die Bausubstanz noch nicht leiden. Wollen wir’s hoffen…

Filofax Inlays – Monatlicher Kalender 2015 auf zwei Seiten (Personal)

Nachdem meine Filofax Inserts Monat auf 2 Seiten von 2014 anscheinend doch Anklang gefunden haben juhu~ und ich sogar nach Nachschub für 2015 angesprochen wurde, habe ich natürlich gerne welche erstellt.

2015 Monat auf 2 Seiten Vorschau

Nutzungsbedingungen

  • Die Vorlage darf auf keiner anderen Webseite zum Download angeboten werden. Ein Link auf diesen Blogpost ist allerdings erlaubt (und sogar gern gesehen). ;)
  • Der Copyrighthinweis mit meiner URL darf nicht entfernt werden. Fall dies beim Gestalten der Seiten passiert, z. B. beim Aufkleben von Washi Tape, ist das natürlich kein Problem. :)
  • Ihr dürft die Druckvorlage nicht als euer Eigentum bzw. als von euch erstellt ausgeben.
  • Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit des Kalenders.
  • Der Kalender darf nicht weiterverkauft werden, weder digital und auch nicht in gedruckter Form.

Kalender

Für 2015 habe ich den Kalender wieder in ein PDF gepackt. Diesmal erhaltet ihr alle Monate auf einmal. Ihr könnt sie hier in Personal-Größe herunterladen. A5 folgt demnächst! ;)

Druckhinweise

Beim Ausdrucken müsst ihr darauf achten, dass ihr bei der Größe die “tatsächliche Größe” für den Ausdruck wählt.

Als Papier verwendet ihr einfach normales A4 Papier und orientiert euch an den Schnittmarkierungen, wenn ihr die Kalenderseiten zuschneidet. Ich empfehle euch eine Schneidemaschine dafür zu verwenden. Dann werden die Seiten auch gerade. ;)

Druckeinstellungen Inlays

Falls euch Fehler auffallen, gebt mir bitte Bescheid, damit ich diese verbessern kann. Über einen Kommentar zu den Kalenderblättern, vielleicht sogar Verbesserungsvorschläge, freue ich mich natürlich auch. :)

Margaret Button Häkelschal

Nachdem ich vor ein paar Wochen einen Margaret Button Cowl für mich gehäkelt hatte und mir dieser leicht von der Nadel ging, hatte ich mir gedacht einen auf dem Häkelmuster basierenden Schal anzufertigen. Gemma, eine Freundin aus England, die derzeit in Deutschland zu Besuch ist, hat ihn gestern nachträglich zum Geburtstag bekommen. Ich kann ihn erst heute zeigen, weil gestern erst die Überraschungsfeier stattgefunden hat. :)

Gehäkelter Schal

Gehäkelter Schal

Gehäkelter Schal

Die Anleitung des Margaret Button Cowl wurde von Jennifer Dickerson “entwickelt”. Ihr könnt sie hier nachlesen. Ich habe den Schal einfach weitergehäkelt. Insgesamt sind zwei 150 Gramm Knäule der On Line Montego Maxi Color  in Blau meliert im Schal verarbeitet worden.

Ich mag dieses Häkelmuster. Es geht so wunderbar schnell. An sich besteht es aus Stäbchen, Luftmaschen und feste Maschen. :)

 

Über den Tellerrand blicken – Midori Traveler’s Notebook

Seitdem ich mich mit Filofaxing beschäftige, ist mir auch schon ein paar Mal der Begriff „Midori“ über den Weg gelaufen. Aktuell stolpere ich auch immer wieder über eine „Grundsatzdiskussion“. Es scheinen sich wohl einige bisher überzeugte Filofaxer von dem Organiser abzuwenden und plötzlich zu Verfechter der Midori zu werden.

Da ich ungern etwas verteufle, über das ich mir noch keine Meinung gebildet habe, wollte ich etwas über den Tellerrand blicken und habe deswegen etwas recherchiert…

Was ist ein Midori?

Midori ist eine japanische Marke von Traveler’s Nootbooks. Die Idee dahinter ist, dass man eine Hülle hat, die man mit Büchern oder kleinen Heften füllen kann und dann mit auf Reisen nimmt. Wenn dann ein Buch voll ist, kann man es herausnehmen und durch ein neues ersetzen.

Online habe ich gesehen, dass viele das Midori als Kalender und Organiser-Ersatz nehmen. Es gibt aber auch Leute, die hineinzeichnen oder es wie ein Tagebuch verwenden.

Wie auch bei Filofax gibt es verschiedene „Einlagen“, also Büchlein, die man kaufen kann und seinem Midori hinzufügt. Es gibt z. B. Kalender, blanko Bücher, linierte und karrierte Bücher, aber auch Zipper-Pockets oder Hüllen. Außerdem kann man sein Buch auch noch mit zusätzlichen Gummibändern erweitern um möglichst viel unterzubekommen. Es gibt aber auch noch andere Sachen, die ich hier gar nicht alle wiedergeben kann.

Man muss die Einlagen aber nicht kaufen. Es gibt viele Möglichkeiten selbst welche herzustellen. Online werden auch Druckvorlagen kostenlos oder gegen Geld angeboten.

Das Midori ist aus Leder. Es ist nicht ganz unempfindlich gegen Abnutzung, aber gerade das ist gewollt. Man soll sehen, wie weit es schon herumgekommen ist. Ein Aussehen „wie neu“ passt da gar nicht dazu.

Die Traveler’s Notebooks gibt es in zwei Größen – Passport Size und Regular Size. Passport Size kommt fast an die Filofax Personal

Und was kostet das?

Was ich in Erfahrung gebracht habe, gehen die Starter Kits wohl ab 40 Euro los. In Deutschland könnt ihr sie über Amazon beziehen oder über den Online Shop von Lui Ban. Zumindest für mich war der Preis zu erwarten. Wenn man an solche „speziellen Bücher“ wie die von Moleskine oder Paperblanks denkt… Filofax ist da ja auch keine Ausnahme, auch wenn es jetzt keine Bücher/Hefte in dem Sinn ist, sondern eine Organizermarke…

Wer jetzt sagt „das ist ein tolles Konzept und mir gefallen diese Traveler’s Notebooks, aber sie sind mit viel zu teuer“, für den habe ich demnächst einen Basteltipp. Ich habe mir für Skizzen nämlich eines selber gemacht. In den Filofax zeichnet es sich wegen der Ringe nicht so gut, da fand ich das eine schöne Lösung. :)

Mehr Infos?

Falls ihr mehr Infos zu Midori möchtet, besucht am besten mal die Webseite der Firma oder schaut euch auf YouTube ein paar Videos zum Thema an. Sehr aufschlussreich. Ansonsten kann ich euch noch die Posts von Neontrauma und dem Notizbuchblog ans Herz legen.

Halloween-Kürbis

Ja ich weiß, etwas spät. Ich wollte euch aber unbedingt noch unseren diesjährigen Kürbis zeigen:

Tinkerbell Kürbis

Tinkerbell Kürbis

Erkennt ihr das Motiv? Tinkerbell wie sie im Disney-Logo vorkommt. Ist mal was ganz anderes. Ich hatte eigentlich vor die Cheshire Cat als Motiv zu machen aber mit all den Zähnen war das doch etwas schwierig. Online hatte ich einen Kürbis mit Tinkerbell gesehen und hatte mich dann dazu entschieden, dieses Motiv zu machen.

Das passende Bild war online schnell gefunden, in der richtigen Größe ausgedruckt, grob zugeschnitten und auf den Kürbis provisorisch festgeklebt. Mit einer Nadel übertrug ich dann die Outlines und schnitt Tinkerbell mit verschiedenen Messern aus. Für den Feenstaub verwendete ich dann den Akkuschrauber meines Mannes mit verschieden großen Bohraufsätzen.

Kleiner Tipp, falls auch mal jemand eine Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber für so etwas verwenden möchte: nehmt nicht zu kurze Bohrer. Mein Kürbis war relativ dick. Ich musste fast bis zum Anschlag reinbohren. Das Fruchtfleisch kam mit der Maschine in Berührung. Am Ende konnte ich auch Kürbisreste aus dem Futter (der Teil der Maschine, das die Bohrer/Schrauben hält) herauskratzen. Mein Mann war „begeistert“, könnt ihr euch ja vorstellen. drop

Die Arbeit war es aber wert. Der Kürbis kam gut an. :)

Apropos Halloween…

Cheshire Cat

Ich habe mich diesmal wie die Cheshire Cat nach Tim Burton geschminkt. Promise Phan hat ein super Tutorial veröffentlicht an dem ich mich orientiert hatte. Eine passende Perücke hatte ich leider nicht da und auf die Kontaktlinsen musste ich verzichten, da ich sonst nix gesehen hätte. Bin ja ein Blindfisch…