Basteln mit Perlen – Stäbe

Stäbe benötigt man z. B. bei Hörnern oder Stoßzähnen, aber auch das „einfache“ Krokodil, dass ich mit 12 Jahren gebastelt hatte, verwendete diese Technik bei den Beinchen.

Um einen einzelnen Perlenstab zu machen, braucht man nur ein Drahtende. Auf dieses werden nun die Perlen gefädelt und an die Perlenarbeit geschoben. Um das Stäbchen zu vervollständigen, wird der Draht um die letzte Perle und erneut durch alle anderen geführt. Man braucht etwas Übung das Stäbchen möglichst nahe an den Körper zu platzieren.

So sieht ein locker gefädelter Stab aus:

Auch dieses Beispiel wurde von meinem Mann ausprobiert:

 

Basteln mit Perlen – Kreiseltechnik

Die Kreiseltechnik habe ich erst im Jahre 2011 anhand des Buchs „Japanische Mini-Perlentiere“ erlernt. Ich finde sie schwerer als die Gegenfädeltechnik.

Im Vergleich zu der Gegenfädeltechnik arbeitet man hier in Kreisen um die eigentliche Arbeit herum. So fädelt man z. B. nicht durch alle Perlen ein zweites Mal, sondern nimmt nur vereinzelte Perlen her, die bereits verarbeitet wurden. Auf diese Art fixiert man neue Perlen am Motiv. Ist vielleicht etwas doof erklärt und ohne Bild schwer vorstellbar. Aus diesem Grund habe ich hier eine Beispielanleitung für euch rausgesucht. Eine von mir erstellte Beispielanleitung wird es leider so schnell nicht geben.

Für alle, die diese Technik erlernen wollen, empfehle ich, sich ebenfalls das Buch „Japanische Mini-Perlentiere“ zu kaufen.

Basteln mit Perlen – Plastische Gegenfädeltechnik

Die plastische Gegenfädeltechnik ähnelt der Flachen im Grundprinzip, allerdings werden die Reihen abwechselnd oben und unten angeordnet. So entstehen plastische Körper.

Die Anleitungen für plastische Motive können z. B. so aussehen:

Da die Reihen abwechselnd oben und unten gearbeitet werden, ist nach jeder unteren Reihe eine Trennlinie angegeben.

Materialien:

  • Perlendraht (0,3 mm)
  • Rocailles (2,6mm)

Auch hier gilt, ähnlich der flachen Gegenfädeltechnik, fädelt zuerst die entsprechende Anzahl Perlen der ersten und zweiten Reihe auf den Draht/Nylonfaden und richtet sie mittig aus. Stecht nun mit der einen Seite des Drahts auf der gegenüberliegenden Seite der Perlen ein und zieht ihn nur durch die Perlen der zweiten Reihe. Auf diese Art beginnt ihr eure Bastelarbeit.

Fädelt nun die Perlen der dritten Reihe auf die eine Seite des Drahts und führt das andere Drahtende entgegengesetzt durch die aufgenommenen Perlen.  Wichtig hierbei ist, die Perlen richtig anzuordnen. Die Reihen werden abwechselnd nach oben und unten geschoben. In der Regel geht das von alleine. So erging es mir zumindest bei meinem allerersten Versuch.

So arbeitet ihr euch nun von Reihe zu Reihe bis ihr ans Ende des Projekts kommt. Locker gefädelt würde eure Arbeit so in etwa aussehen:

Mein Mann hat sich auch an diesem Beispiel versucht. Sein Ergebnis möchte ich hier zeigen:

Basteln mit Perlen – Flache Gegenfädeltechnik

Die flache Gegenfädeltechnik ist im Vergleich zur plastischen Variante einfacher und gerade für Anfänger zum Erlernen der Grundtechnik gut geeignet.

Die Anleitungen für flache Motive können z. B. so aussehen:

Jede Reihe wird durch eine Linie getrennt.

Materialien:

  • Perlendraht (0,3 mm)
  • Rocailles (2,6mm)

Fädelt zuerst die entsprechende Anzahl Perlen der ersten und zweiten Reihe auf den Draht/Nylonfaden und richtet sie mittig aus. Stecht nun mit der einen Seite des Drahts auf der gegenüberliegenden Seite der Perlenreihe ein und zieht ihn nur durch die Perlen der zweiten Reihe. Auf diese Art beginnt ihr eure Bastelarbeit. Ihr müsst nur darauf achten, die zweite Reihe an die erste hinzuschieben und ordentlich – vor allem flach – auszurichten.

Fädelt nun die Perlen der dritten Reihe auf die eine Seite des Drahts, führt das andere Drahtende entgegengesetzt durch die aufgenommenen Perlen und schiebt die Reihe an die anderen Reihen heran. So arbeitet ihr euch von Reihe zu Reihe bis ihr ans Ende des Projekts kommt.

Locker gefädelt würde eure Arbeit so in etwa aussehen:

Mein Mann, der bisher noch nie mit Perlen gebastelt hat, war so nett und hat mein Tutorial ausprobiert. So sollte dieses Beispiel mit Perlen aussehen:

Basteln mit Perlen – Material und Werkzeuge

Folgende Materialien und Werkzeuge verwende ich zum Basteln mit Perlen. Alle hier angesprochenen Sachen gibt es normalerweise im Bastelladen – teilweise aber auch im Baumarkt, wie z. B. OBI, zu kaufen.

Perlen

Zum Basteln von Perlentiere verwende ich Rocailles mit einem Durchmesser von 2,6 mm. Der Innendurchmesser beträgt in der Regel 1 mm. Rocailles werden in verschiedenen Farben und auch Größen angeboten und sind aus Glas. Beim Basteln ist es wichtig, dass die Perlen je nach Vorgabe der Anleitung eine entsprechende Größe haben. Man sollte sich möglichst genau daran halten, da die Ergebnisse sonst nicht so werden, wie erhofft. Leider kommt es aber oft vor, dass die Perlen in einer Packung trotz entsprechender Angabe nicht die gleiche Größe haben.

Draht

Um plastische Perlentiere zu basteln, verwende ich in der Regel Perlendraht. Beim Kauf des Drahts sollte unbedingt auf die richtige Stärke geachtet werden, damit man entsprechend oft durch die Perlen fädeln kann. Bei Rocailles mit einem Durchmesser von 2,6 mm verwende ich einen Draht der Stärke 0,3 mm. Der Draht wird aus verschiedenen Materialien (z. B. Kupfer, Messing, Silber) und auch in verschiedenen Farben angeboten. Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Ich persönlich arbeite lieber mit silbernem Draht. Der Draht kann übrigens auch anlaufen. So ist mir schon passiert, dass ein schöner, heller Draht nach einem Jahr im Schrank plötzlich fleckig und dunkel war.

Nylonfaden

Perlentiere können auch mit Nylonfaden angefertigt werden. Mit diesem Faden lässt sich in der Regel leichter arbeiten, allerdings werden die Bastelarbeiten nicht so stabil, wie mit dem Draht. Der Nylonfaden wird hauptsächlich bei der Kreiseltechnik verwendet. Auch beim Kauf des Fadens sollte auf die richtige Stärke geachtet werden, damit man entsprechend oft durch die Perlen fädeln kann. Bei Rocailles mit einem Durchmesser von 2,6 mm verwende ich einen Nylonfaden der Stärke 0,25mm oder 0,3 mm.

Seitenschneider

Ein Seitenschneider eignet sich sehr gut beim Basteln mit Draht. Ich verwende ihn um den Draht zuzuschneiden oder bei den letzten Handgriffen den überstehenden Draht abzuzwicken.

Mein Seitenschneider stammt übrigens aus einem Bastelladen. Manchmal findet man aber auch in der Werkzeugkiste des Mannes/Freundes (oder vielleicht sogar in der eigenen?) einen.

Schere

Ich empfehle die Schere nur zum Schneiden des Nylonfadens zu verwenden. Wenn ihr Draht damit schneidet, wird sie schnell stumpf.

Stäbchen

Um Perlentiere ihre Form zu geben, braucht man ab und an Stäbchen oder Zahnstocher, da die Finger zu groß sind. Es eignen sich hierfür besonders gut Esstäbchen, das Ende von dünnen Pinseln oder eben von Zahnstocher.