Thema endlich abgehakt

Mein Mann liegt mir schon seit bestimmt über einem Jahr in den Ohren, dass er einen neuen Fernseher möchte. Sein Fernseher ist zwar ein Fachbildschirm aber kein Full-HD und außerdem hat er Probleme mit dem Sound (regelt Lautstärke herunter, wenn es zu laut wird, regelt aber nicht mehr so schnell hoch). Auch ist er etwas zu klein (32 “) für die Entfernung, die man vom Sofa zum Fernseher hat. Ich war ja bisher erfolgreich ihn zu vertrösten. Von klein auf kenne ich es auch nicht anders: Erst wenn ein Fernseher kaputt ist, wird ein neuer angeschafft. Nachdem mich aber die Soundregulierung bei mehreren Filmen mittlerweile selbst genervt hat, haben wir uns das für Weihnachten vorgenommen. Er konnte es aber nicht lassen und hat immer wieder nach günstigen Angeboten und Käufermeinungen im Netz recherchiert. Vergangene Woche dann hat er einen gefunden, der ihm gefallen hat. Nachdem auf Grund der IFA wohl auch alle Hersteller ihre alten Geräte günstiger verkaufen um Platz für die neuen Sachen zu haben, habe ich mich breitschlagen lassen, dass wir uns mal erkundigen. Aus dem „Erkundigen“ wurde dann aber auch „Kaufen“, war mir persönlich schon vorher klar. Dass das Gerät, dann aber so teuer werden würde, hat aber uns beide überrascht. Das ursprünglich angedachte Gerät gab es bei Tevi nicht und uns wurde auch davon abgeraten. Für den von uns angesetzten Preis haben wir dann auch nichts sinnvollen bekommen. Aktuell hatte Tevi aber einen LED-Fernseher mit ziemlich viel Schnick-Schnack im Angebot. Der Verkäufer hat uns auch noch einen Nachlass gegeben, trotzdem haben wir über 1.000 € bezahlt. X_x

links ist er neue Fernseher, rechts der Alte.

hier nochmal anders herum:

Der neue Fernseher hat viele Anschlüsse. Man kann ihn sogar ans LAN hängen und im Netz surfen. Mit dem entsprechenden Adapter würde sogar WLAN funktionieren! XD

hier zum Vergleich mal die Anschlüsse des alten Geräts

Jetzt im Nachhinein finde ich es schon lustig. Mein Mann hatte angeboten, statt eines neuen Fernsehers eine Bose-Anlage zu kaufen um das Problem mit dem Ton zu umgehen. Nachdem ich aber gesehen hatte, was diese Anlagen kosten, habe ich gerne einen neuen Fernseher in Kauf genommen. Damals bin ich aber auch von einem 600-bis-800-Euro-Gerät ausgegangen. Im Endeffekt hätte es bei dem Preis unseres neuen Fernsehers fast auch eine Bose-Anlage sein können! :P

Kira hat übrigens auch “geholfen” das Gerät aufzubauen. Sie war ganz scharf auf die Kiste und wollte in der Verpackung schlafen nachdem sie sie nicht wegtragen konnte. XD




Projekt 52 – 21. Woche – Eine Reise in die Zukunft

Einen Blick in die Zukunft versucht Sora hier zu bekommen. Mein Mann und ich sparen momentan fleißig in unsere Bausparer damit wir uns in naher Zukunft ein Haus leisten können. Ich hoffe es ist bald soweit. heart Auch wenn da noch einige Sachen zu kläre wären… Dazu mehr, wenns soweit ist! ;)




22.05.2010 – Kirchliche Trauung

Frühstück & Vorbereitungen

Nach einer recht normalen Nacht, die aber auch leider viel zu kurz war, klingelte bereits um 6:15 Uhr mein Wecker. Diesmal gabs kein „noch 5 Minuten“, immerhin mussten wir um 6:45 Uhr bereits im Auto sitzen, damit wir rechtzeitig bei meiner  Mutter waren. Die wartete mit dem Frühstück auf uns, denn für 7:30 Uhr waren Brigitta, die Friseurin, und Frau Böhnlein, die Kosmetikerin, bestellt. Bis die beiden allerdings ankamen, gabs noch einen Zwischenfall: Mein Mann hat sich beim ersten oder zweiten Bissen seiner Semmel (Brötchen für alle Nicht-Franken) dermaßen beschissen in die Mitte der Zunge gebissen, dass er 3 Stunden lang geblutet hat. Sein Frühstück fiel somit schon mal aus bzw. bestand nur aus einem Haufen Eiswürfeln um die Blutung so zu stillen. Während er damit beschäftigt war, nicht zu verbluten, haben wir uns aber (noch) nicht aus der Ruhe bringen lassen und erst mal unseren Kaffee zusammen getrunken.

Mama, ich, Brigitta und Frau Böhnlein.

Zwischendurchen kamen auch Aniko und Gonzman vorbei. Gonzman fuhr das Brautauto und holte den noch immer blutenden Ani ab. Aniko blieb bei mir uns war mentale Unterstützung bzw. machte auch die Fotos.

Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, gings erst mal einen Stock höher. Im Wohnzimmer meiner Oma wartete schon mein Brautkleid und wir hatten genug Platz fürs Brautstyling. Während Brigitta und Frau Böhnlein auspackten, durfte ich mich schon mal in die Brautunterwäsche werfen. Da war sie noch verhältnismäßig bequem. Während ich gestylt wurde, hatte ich allerdings noch meine normalen Sachen drüber.

Brigitta und Frau Böhnlein haben teilweise gleichzeitig, teilweise nacheinander an mir gearbeitet. War schon etwas komisch. Zuerst wurde ich eingecremt und dann dabei die Haare eingedeht.

Anschließend ging es ans Schminken

Meine Mutter wurde übrigens auch gestylt!

Mit vereinten Kräften wurde ich dann ins Kleid bugstiert.

Der Unterrock bzw. Reifrock wollte nicht immer so, wie er sollte. XD

Aber wir haben es hinbekommen!

Fast fertig!

Die letzten Handgriffe an der Frisur.

Während ich gestylt wurde, war mein Mann bereits bei Gonzman und hat sich ebenfalls fertiggemacht. Zwischendurch hatte er aber bei der Apotheke Halt gemacht um etwas gegen die blutende Zunge zu unternehmen. Das knifflige dabei war nur, dass er ja schlecht seinen Mund bzw. seine Zunge komplett betäuben konnte, immerhin musste er ja noch “Ja” sagen können. Die Apotheker hat er so schon vor eine interessante Aufgabe gestellt. XD

Der Autoschmuck und den Brautstrauß haben beide übrigens auch noch erledigt. Um ca. 9:30 Uhr waren sie dann da um uns abzuholen.

Nach ein paar Fotos gings dann endlich los. Ich war ganz froh endlich wegzukommen, weil das alles sehr stressig war. Meine Mutter war wieder sehr aufgeregt und das hat mich ziemlich genervt. Richtig entspannen konnten wir aber immer noch nicht. Immerhin hatten wir noch ein “Pflichtprogramm” zu absolvieren. Um alles pünktlich zu schaffen, gings also erst mal weiter zum Friedhof. Das hatte ich mir schon länger vorgenommen. Mein Vater starb vor fast 3 Jahren und da er nicht dabei sein konnte, wollte ich ihm wenigstens persönlich ein Gesteck fürs Grab bringen, das wie eine kleinere Version meines Brautstrauß aussieht.

Fotograf

Nach dem Friedhof haben wir auf die Fotografinnen vom Fotostudio Stöhr vor der Kirche gewartet. Die Zeit haben wir für ein paar eigene Bilder genutzt. Leider hat die Sonne recht heruntergeknallt. Mein Neffe lies sich deshalb nicht wirklich gut fotografieren, darum haben wir ihm kurzer Hand die Sonnenbrille von Gonzman aufgesetzt! ;)

Um 10:00 Uhr kamen dann die Fotografinnen. Wir haben zuerst im Kreuzgang, dann in der Kirche und anschließend beim Schwanenweiher Fotos gemacht. Am Schwanenweiher hab ich mir dann die ersten Flecken geholt. Flecken hatte aber nicht nur mein Kleid! Die Fotografin hat zwischendurch das Objektiv gewechselt und seitdem hatten alle Fotos schwarze Fussel drinnen. :( Photoshop sei Dank lässt sich sowas wieder retuschieren. Ärgerlich ist es aber allemal, immerhin kaufen wir alle Digitale und dürfen bei den meisten die Fussel selbst rausmachen! Danke auch… :(

Naja ich kenne das ja selbst mit den Fusseln. Sowas ist schon böse und lässt sich nicht 100 %ig vermeiden. Hab damit ebenfalls zu kämpfen. *seufz*

Ein Päuschen zwischendurch

Nachdem die Fotos geknippst waren, hatten wir noch über eine Stunde Zeit und da meine Mutter nur unötigen Stress verursacht hätte, sind wir zu Gonzman und Aniko nach Hause. Dort waren ein paar der Nachbarn grad bei Anikos Vater und haben uns natürlich gesehen. Die Dame im hellblauen Pulli ist übrigens meine Schwimmlehrerin. Sie hatte spontan eine Flasche Sekt und auch Gläser geholt.

Der Sekt hat sich aber schnell bemerkbar gemacht. *huiuiuiui* Dafür hat Aniko uns aber noch was zu Essen gemacht. Immerhin war das Frühstück schon etwas her und bis 15:00 Uhr sollte es nichts mehr geben.

Kirchliche Trauung

Um 13:00 Uhr sollte die kirchliche Trauung stattfinden. Obwohl wir mehreren Leuten – auch meiner Mutter -  gesagt hatten, dass alle Gäste innen in der Kirche bitte Platz nehmen sollen, standen alle außen herum. Noch ein Stressfaktor! Was ist denn so schwer, alle hereinzubitten. Aniko-chan war so nett und hat das dann übernommen. Ich wollte da noch gar nicht aus dem Auto aussteigen. Es war viel zu warm außen, die Sonne hat runtergeknallt und es kamen kurz vor der Trauung noch Leute zur Kirche. Glücklicherweise war der Dekan bald da. Nach Überreichung unseres Stammbuches mit Eheschließungsurkunde konnte es auch endlich losgehen. Ehrlich gesagt waren wir bis dahin nicht nervös, wenn überhaupt genervt und gestresst, aber als wir dann die Kirche betreten hatten, gings los! Herzrasen vom Feinsten und gleich das erste Malleur: Ich steckte mit meinem Absatz im Gummi-Fußabstreifer fest! Ein gezielter Ruck und weiter gings Richtung Altar. Ich konnte mich aber während der Trauung nicht wirklich entspannen. Ständig kämpfte ich mit meinem Schleier, da der laut meiner Oma “ja unbedingt über die Schultern fallen muss, da man nicht mit entblößten Schultern rein darf” *augenverdreh*. Beim Reinmaschieren habe ich auch den Fehler gemacht nach hinten zu gucken um ja nicht mit meiner Schleppe am kleinen Altar, der umgangen werden musste, hängen zu bleiben. Übrigens konnte ich mich bei so vielen Leuten auch nicht entscheiden, wen ich anschauen sollte. Ging mir beim Rein- und  Rausgehen so! :P

Kaum waren wir dann vorne, konnte ich mich trotz Schleppe einigermaßen gut hinsetzen. Der Dekan selbst stand zwei Stufen über uns. Das machte es nicht gerade einfach ihn anzusehen: Ani wollte sich nicht zu sehr zurücklehnen, denn das hätte zu lässig ausgesehen und ich hätte den Schleier nur zwischen mir und dem Stuhl eingezwickt, was wiederum zu unmöglichen Posen geführt hätte.

Unser eifriger Fotograf bzw. Videomann wurden schnell auf ihre Plätze verwiesen. Ansonsten hab ich mich beim zweiten Lied “Von guten Mächten” in der Hochzeitsversion gleich mal versungen, aber das hat keiner gemerkt. :P Irgendwann mitten in der Trauung erzählte dann der Dekan irgendwas von unseren speziellen Wunschliedern, die denn nun dran wären. Ani suchte schon mal in seinem Liederbuch danach, aber wurde nicht fündig. Ich habe ihn dann dazu gebracht es wegzulegen. Am Ende hat sich dann herausgestellt, dass meine Mutter eigenmächtig dem Orgelspieler, Herrn Simon, zwei Lieder als Überraschung für uns vorgegeben hatte. Ja “tolle” Überraschung! ._. Selbst von Freunden wurden wir im Nachhinein angesprochen, was wir uns da rausgesucht hatten. *hust* Hätte wohl nicht wirklich zu uns gepasst… drop

Bei den entscheidenden Worten gabs dann aber zum Glück keine Patzer. Ich hatte ja befürchtet ein gequietschtes oder zu leises “Ja” herauszubringen. Interessant wurde es wieder beim Anstecken der Ringe. Vor lauter Aufregung waren meine Hände ganz warm und Ani hätte meinen Ring fast nicht drüber bekommen. drop

Die restliche Trauung war ansonsten verhältnismäßig gut verlaufen *g*. Als wir dann “fertig” waren, gings hinter dem Dekan und meinem Neffen her, zum Ausgang der Kirche. Außen warteten bereits die Klostermäuse und standen Spalier. Mein Neffe war in dem Moment sowas von überrumpelt, dass er fast vergaß die Blumen zu streuen. XD So kennt man ihn gar nicht. Selbst beim Reingehen in die Kirche und zuvor beim Fotografen war er so still und eingeschüchtert.

Erst als wir aus der Kirche draußen waren, konnten wir das alles geniesen.Viele Leute waren da, mit manchen hätte ich gar nicht gerechnet. So waren z. B. Chrissi und Eva, eigentlich Freunde von Aniko und Gonzman, da. Auch zwei meiner Azubis sind extra gekommen.

Zuerst gings ans Gratulieren. Das hat schon einiges an Zeit in Anspruch genommen. Ich kann gar nicht sicher sagen, wie viele Leute es waren. Müssten bestimmt 100 Personen gewesen sein: Familie, Freunde, Klostermäuse, Bekannte, Kollegen und und und… Interessanterweise sind bei einigen Personen die Tränen geflossen. Bei uns irgendwie gar nicht… drop

Hier mit meinem Opa…

Meine Azubis und ich…

Nach dem Gratulieren wollten wir eigentlich Geld für die Kinder werfen. Das ist hier so üblich und heißt glaube ich “Grabschen”. Bloß waren alle Klostermäuse verschwunden und nur wegen meinem Neffen Geld zu schmeißen, das hätte es nicht gebracht. Stattdessen hatte meine Trauzeugin und ihr Freund noch etwas nettes vorbereitet: Wir durften einen Stamm zersägen!

Das war gar nicht so einfach. Wir zwei sind ja digital lebende Menschen und haben mit körperlicher Arbeit nur wenig am Hut. Da das Holz auch noch ein feuchtes Hartholz war und die Säge beinahe so alt, wie mein Mann, hat uns das nicht wirklich geholfen. Der Bock ist verrutscht und wir steckten oft fest beim Sägen.

Am Ende hatten wir 4 Helfer, die das Holz bzw. den Bock fixiert hatten. Nachdem ich meine Schleppe hochgesteckt hatte und beim Sägen aus Versehen draufgetreten bin, hat es mir auch noch einen Knopf gesprengt. Der  Knopf war schnell gefunden und seitdem hatte ich Anis Tante als temporäre Schleppenhalterin. *g*

Eine geschlagene halbe Stunde haben wir uns gequält bis der Vater unserer Treuzeugin uns mit einer anderen Säge erlöst hatte. Sie hatte die bessere Säge vergessen und er hat sich extra auf den Weg zu Bekannten gemacht um eine zu holen. Mit der waren wir Ruck Zuck durch. Aufgegeben hätte ich aber nicht. Auch mit der alten Säge hätten wir es fertig bekommen. Wie schaut das denn aus, wenn man nicht mal die erste Aufgabe als Ehepaar meistert?

Während dieser Aktion muss ich wohl auch ein Teil meines Absatzes verloren haben. Ich habe das aber erst in der Gaststätte gemerkt. Es war der gleiche Schuh, mit dem ich auch im Fußabstreifer hängen geblieben war. :P Mein Mann und ich hatten wunderbare Schwielen an der Hand. Ich 7 (!) Stück und er nur eine große direkt unterhalb vom Ring.

Feier

Nachdem wir die Personen verabschiedet hatten, die uns nicht zur Gaststätte begleiteten, gings im Autokorso ins Nachbardorf zur Seerose. Dort angekommen durften mein Mann und ich erst mal um das Hausrecht trinken. Eine der Bedienungen wartete mit zwei Sektgläsern und einem Schlüssel auf dem Tablett auf uns. Derjenige, der zuerst sein Sektglas leert, hat gewonnen und das Hausrecht. Da ich Alkohl eher gewöhnt bin, als mein Mann, tat ich mich viel leichter bei dieser Aufgabe. Zack und auf ex war das Glas leer. Er hat sich wohl etwas erschreckt, wie schnell ich das Getränk runtergestürzt habe, dass er sich auch noch mittendrinn vor lachen verschluchte! XD

Während die Gäste dann in den Garten zum Sektempfang gingen, kontrollierten Ani und ich nochmal den Saal. Alles war super hergerichtet und sah toll aus. Es gab wirklich nichts zu beanstanden. Trotzdem stellten wir noch ein paar Namensschildchen um, da sich meine Oma wegen ihres Sitzplatzes beschwert hatte…. -_-

Nach unserer Umstellaktion gings wieder raus zu den Gästen und es wurde angestoßen. Keine Ahnung, ob ich jeden erwischt habe. Jedenfalls hatte ich da bemerkt, dass mein Schuh kaputt war, denn ich versank in der leicht feuchten Wiese und klackerte komisch über den Steinboden. Kein Wunder, vom Absatz fehlte die Sohle. Stattedessen ragte ein Nagel oder so aus dem Schuh heraus. Gefährlich! Sicherheitshalber wurden gleich die Tanzschuhe angezogen, die ich mir für diesen Tag gekauft hatte.

Nachdem alle Gäste ihren Platz gefunden hatten, wurde die Hochzeitstorte aufgebaut. Eigentlich sollte mein Mann eine Rede halten, aber er ist nicht der Typ für sowas. Wir haben das dann zusammen gemacht: Die Gäste wurden nochmal begrüßt und wir haben uns für ihr Kommen bedankt. Im Anschluss wurde das Kuchenbuffet noch eröffnet! XD Hier waren auch wir wieder gefragt! Es ging ans Anschneiden unserer Hochzeitstorte.

Wir haben uns übrigens nicht sehr geschickt angestellt. Die Oberfläche des Kuchens besteht aus Baiser-Krümmel und die haben sich beim Anschneiden gewehrt. Eine entsprechende Sauerei haben wir veranstaltet! XD

Nach dem Kaffee und Kuchen sind ein paar der Gäste spazieren gegangen und wir haben uns mit dem Rest zusammengesetzt und unterhalten. Abends wurde dann das Buffet aufgebaut. Als Vorspeise gabs eine Hochzeitssuppe. Mein Mann und ich haben zusammen einen Teller bekommen. Die Bedienung hat ihn uns mit den Worten überreicht “Was ihr beide euch eingebrockt habt, müsst ihr auch zusammen auslöffeln” XD Nach der Vorspeise wurden die aufgebauten Tische mit dem Buffet gefüllt. Auch das durften wir eröffnen und ruck zuck ging der Ansturm drauf los! *g* Ich hab mich übrigens auch brav angestellt, obwohl mir mehrere Personen gesagt haben, ich als Gastgeberin dürfte mich ruhig vordrängeln. XD

Nachdem sich schon die ersten Gäste nach dem Essen verabschieden wollten, haben wir noch kurzerhand unsere vorbereiteten Gästebuchseiten verteilt. Wir haben extra kein fertiges Buch gekauft, da vermutlich etliche Seiten leer geblieben wären. So hat jetzt jeder eine einzelne Seite zum Gestalten bekommen. Unsere Trauzeugin hat dann noch jeden Fotografiert. Das Foto soll am Ende neben dem Eintrag im fertig gebundenen Buch stehen. Bis jetzt sind wir noch nicht soweit gekommen, die Seiten zusammen zu stellen. Ich bin mal gespannt, ob alles so wird, wie erhofft.

Apropos wie erhofft… Auf den Tischen hatten wir doch Hochzeitseinwegkameras ausgelegt. Alle 10 Stück wurden vollgegnippst! Mindestens 2 davon hat aber mein Neffe vollgebracht! *g* Die Kameras müssen wir auch noch entwickeln lassen.  drop

Nach dem Essen kam auch der DJ und hat schon mal seine Anlage aufgebaut. Nach bestimmt einer halben Stunde Hintergrundmusik während des Gästebuchaktion haben wir dann die Tanzfläche mit dem ersten Tanz eröffnet. Normalerweise tanzt das Brautpaar ja einen Hochzeitswalzer, also den schnellen oder auch Wiener Walzer genannt.  Wir beide sind aber nicht so geübt in diesem Tanz, außerdem wird uns auch recht schnell schwindelig dabei. Deswegen haben wir uns für einen langsamen Walzer entschieden. Alle erlernten Schritte konnten wir leider nicht tanzen, da das Brautkleid sich als sehr störend herausgestellt hat. Unser Lied war übrigens “Moon River” von Westlife.

Nach unserer Tanzeinlage haben auch noch andere getanzt. Wir haben uns übrigens noch an anderen Tänzen versucht. “New Devide” von Linkin Park macht sich wunderbar als Cha Cha! XD Ach und Kelly Clarksons “My live would suck without you” ist auch ein netter Jive! ^^ Zu noch ein paar anderen Tänzen haben wir uns dann noch am Disco Fox versucht aber ich bin zu sehr gerutscht. Mein Brautkleid war echt zu blöd. Da nimmt man über ein halbes Jahr Tanzkurs und kanns dann nicht mal nutzen… :(

Insgesamt haben auch nur wenige der Gäste getanzt. Meine Tante und ihr Freund haben das aber ausgenutzt und dementsprechend viel getanzt, die können es aber auch gut! ;)

Später wurde noch Disco-Mucke aufgelegt. Das hat dem jüngeren Publikum wieder gefallen. Schlager waren zwischendurch auch mal dran für die Älteren. Hat man so richtig die Vorlieben der verschiedenen Altersstufen gesehen. *g*

Meine Trauzeugin hatte sich für später noch einige Spiele herausgesucht. Eines haben wir dann auch noch gespielt. Es war das Spiel bei dem Braut und Bräutigam ihre Schuhe ausziehen mussten und jeder hat einen des anderen bekommen.

Dann wurden Fragen gestellt und wir mussten sie mit seinem Schuh bzw. meinem Schuh beantworten, je nachdem was unserer Meinung nach zutraf. Wir saßen dabei aber Rücken an Rücken. Das Spiel kannte ich von Aniko und Gonzman schon. Unsere Trauzeugin kannte bereits die Fragen von ihnen und hat sich deshalb andere überlegt. Ich glaube das Spiel war nicht so lustig für unsere Gäste, denn wir waren uns fast immer einig. Nach fast 8 Jahren Beziehung eigentlich kein Wunder. Dabei wurden extra viele Fragen gestellt. :P

Anschließend bekamen wir noch ein nettes Gedicht von der Cousine meines Mannes und deren Tochter vorgetragen. Währenddessen wurde noch ein Buffet für die aufgebaut, die noch immer nicht satt waren oder eben schon wieder Hunger hatten. Meine Großcousine fand eine treffende Beschreibung dafür: Eigentlich hat keiner Hunger, aber alle nehmen sich, weils ja da ist. *g* Mag gut sein. Ursprünglich wollten wir auch drauf verzichten, aber gar nichts mehr zu Essen hinzustellen, wollten wir auch nicht… drop

Pünktlich zu Mitternacht wurde mir dann der Schleier abgenommen, denn nun war ich ja offiziell keine Braut mehr, sondern eine Ehefrau. Meinem Mann wurden also die Augen verbunden und er musste mir die einzelnen Klammern aus der Brautfrisur lösen ohne diese komplett zu zerstöhren. Ich hatte ihm vorher ein paar Tipps gegeben und Brigitta hatte den Schleier sehr bräutigamfreundlich fixiert. Dementsprechend wenig hatte es geziept und meine Frisur war am Ende auch noch intakt. Trotz allem hatte er bestimmt 8 oder 10 Klammern bzw. Haarnadeln herausgeholt.

Kaum war ich meinen Schleier los, gings ans Brautstraußwerfen. Alle ledigen Damen durften sich hinter mir versammeln und ich habe meinen Standesamtsstrauß rückwärts in die Menge geworben. Angeblich hat ihn die Fängerin fast ins Gesicht bekommen! drop Den Brautstrauß hat übrigens Anis Großcousine gefangen. Ich habe ihr dann meinen Schleifer provisorisch befestigt und sie durfte zusammen mit ihrem Freund zu unserem Eröffnungswalzer auf der Tanzfläsche schunkeln. Ich glaube, ihm war das nicht so recht! *g*

Um ca. 1 Uhr brachen die meisten Gäste auf. Die Jüngeren tanzen noch fleißig, aber bis 1:30 Uhr waren nur noch unsere Eltern, unsere Trauzeugin nebst Freund und Aniko und Gonzman da, die ja das Brautauto fuhren. Wir haben dann noch aufgeräumt und sind bis 2 Uhr auch heimgefahren.

Heimfahrt

Da mein Mann den Haustürschlüssel bei Aniko und Gonzman gelassen hatte, mussten wir erst nochmal zu ihnen. Ich war währenddessen mit den Überresten meines Kuchens im Auto geblieben. Ich musste die Kuchenplatte etwas umständlich halten, weil sie mit Schokolade voll war und ich mir mein Kleid nicht versauen wollte.

Da wir auf der Hinfahrt zur Wohnung von Aniko und Gonzmann gesehen hatten, dass die Spritpreise grad gut waren, haben wir auf dem Weg zu uns nach Hause auch noch getankt. Die Tanke befand sich ebenfalls im Nachbarort, in dem wir auch gefeiert hatten. Parallel zur Hochzeit fand eine “Beach-Party” ein paar Häuser weiter statt. Während wir also an der Tanke standen bzw. wir saßen im Auto, Gonzman war beim Zahlen und Aniko stand neben ihrem Auto, hörten wir schon Rufe. “Woah habt ihr Hochzeit?” Das kam von sehr angeheiterten Beach-Party-Gästen, die mittlerweile auf dem Heimweg waren. Aniko musste sich schon ein “Nee die Blumen fahren wir immer spazieren” verkneifen. Von den Beach-Party-Leuten kamen dann drei Mädels rüber. Sie waren total aufgekratzt und haben nachts um 2:30 Uhr die halbe Nachbarschaft der Tanke zusammengebrüllt. Irgendwie hat sich dann rausgestellt, dass sie Aniko über zig Ecken kennen. Ich bin auch irgendwann noch ausgestiegen. Die Mädels fanden uns sehr süß. Ich hab ihnen sogar die Reste meines Kuchens in die Hand gedrückt. Die fanden das alles toll. XD Keine Ahnung, was die schon intus hatten. Irgendwann kamen ihre Freunde noch rüber und es wurde ein Foto mit uns gemacht. Es ist echt erschreckend, was nachts an deutschen Tankstellen so abgeht! XD

Um 3:00 Uhr waren wir schließlich endlich Zuhause. Kira wurde kurzerhand im Wohnzimmer eingesperrt, damit wir das Auto ausladen konnten. Mir taten meine Füße so weh und mir war mittlerweile total kalt. Ich habe die Sachen immer nur bis vor die Wohnungstür gebracht, weil mein Mann mich ja noch über die Schwelle tragen musste. Das hat er auch gemacht, nachdem Aniko und Gonzman sich verabschiedet hatten. Wir haben auch Kira wieder rausgelassen. Sie fand mein Kleid ganz toll, immerhin hat es so toll geraschelt. Ein paar mal ist sie mit Anlauf und juchuuu~~ in die Schleppe gesprungen. Man sieht aber zum Glück nichts davon.

Ani hat mir noch aus dem Outfit geholfen. Alleine kriegte ich das ja nicht aus. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, die Corsage endlich loszusein. Nach 20 Stunden hat sie so dermaßen gedrückt. Aus meiner Brautfrisur haben wir übrigens noch einige Haarnadeln und Klammerchen herausgeholt. Ani war total entsetzt, was man alles in meinen Haaren verstecken kann. XD

Alles in allem waren wir um ca. 4 Uhr endlich im Bett. War schon ein anstrengender Tag. Trotz all der kleinen Pannen, war es schön. Ich finde nur echt faszinierend, wie viel im Voraus total überbewertet wird. XD

Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen und nicht total erschlagen. XD Über ein paar Rückmeldungen würde ich mich freuen! ^^




Arme Stupsi…

Heute waren wir bei meinem Paten zu besuch. Eigentlich wollten wir wegen einem Kuchen für die Hochzeitsfeier fragen. Das haben wir zwar auch gemacht, aber beim Unterhalten sind wir dann drauf gekommen, dass Stupsi, die 13 oder 14 Jahre alte Katze morgen zum Tierarzt muss. Sie hat ein Fibrosarkom am linken Hinterbein. Der Tumor ist bösartig und um Metastasen zu verhindern, muss ihr das Bein abgenommen werden. TT_TT

Mir ging das heute noch voll nach, immerhin kenne ich Stupsi schon seit sie ein Kätzchen war. Ich habe heut auch etwas danach gegoogelt. Klar es gibt auch Horrorstories im Netz zu lesen. trotzdem… ich hab ein hübsches Zitat eines Tierarztes, der mir leider nicht näher bekannt ist, gefunden:

“Da die Tiere nicht mit ihrem Schicksal hadern (anders, als wir Menschen es oft tun) gelingt es ihnen viel besser Gegebenheiten so hin zu nehmen, wie sie sind. Und genau dadurch würden sie erstaunlich schnell und gut mit ihren körperliche Gebrechen weiter gut leben können.”

In diesem Sinne… viel Glück bei der OP am Mittwoch, Stupsi! :( Hoffentlich wird das wieder!




Unterwassergewusel

Im letzten Rückblick hatte ich bereits über meine neuen Mitbewohner berichtet. Heute möchte ich euch endlich Fotos zeigen.

Hier zwei meiner Crystal Red (rote Biene) Garnelen

Da ich dank der direkten Sonneneinstrahlung durch mein Fenster mit Fadenalgen Probleme habe, hat Ani mir am Dienstag vom Hornbach noch ein paar Amanogarnelen mitgebracht. Die Kerlchen sind ganz schön flink unterwegs und ständig am Futtern.

Ich habe es mir übrigens zum neuen Hobby gemacht, die Geschlechter meiner Garnelen zu erraten. Weibchen sind etwas größer und vor allem rundlicher als die Männchen. Wirklich sicher bestimmen, kann ich es aber noch nicht genau. Am Dienstag vor zwei Wochen allerdings habe ich bei einem Tier die ersten Eier entdeckt! Nachwuchs steht an! :) Vermutlich werde ich die Kleinen erst ein paar Wochen nach dem Schlüpfen entdecken können, denn die sind echt popelig klein! XD Hoffentlich sind die etwas mutiger und weiden nicht, wie die anderen hauptsächlich im hinteren Bereich des Beckens.




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