Blogger-Alphabet: D wie Design

Blogger-Aphabet

Los geht es mit dem vierten Buchstaben des Bloggeralphabets: D wie Design. Anne hat zu dem Thema ein paar Fragen gestellt, die ich hier beantworten möchte…

Was macht für dich ein gutes Blogdesign aus? Welche Tipps kannst du Blog-Einsteigern da mit auf den Weg geben?

Das erste was ich sehe, wenn ich eine neue Webseite besuche, ist das Design. Gefällt mir das, besteht eine gute Chance, dass ich mich auch mit dem Inhalt auseinandersetze. Verursacht aber das bloße Laden der Webseite schon Augenkrebs komme, habe ich keine Lust nicht weiter damit auseinanderzusetzen und schließe den Tab.

Ein gutes Design muss übersichtlich sein. Die Farben sollen harmonieren. Ganz besonders würde ich mir wünschen, wenn ein Design nicht zu sehr Alltagsbrei ist. Es gibt immer gewisse Trends. Daran ist ja auch nicht falsch, aber wenn jede zweite Seite, die ich besuche, so aussieht wie die davor, dann ist das auch blöd für mich als Besucher.

Das Design sollte den Besucher übrigens auch unterstützend zur Seite stehen, wenn es darum geht durch die Seite zu navigieren. Wenn ich nämlich vor lauter Effekten blingbling und bewegten Bildern nicht mehr sehe wo sich eigentlich der Inhalt oder die Navigation versteckt, hat die Webseite irgendwo ihren Nutzen verfehlt. Dieses Problem habe ich früher schon beobachtet, aber selbst jetzt legen manche Designer und Entwickler mehr Wert auf das Auge als auf die Nutzerfreundlichkeit. Das finde ich schade. Ich weiß aber auch, dass es ein gewisser Spagat ist, den man als Designer/Webmaster/Entwickler machen muss. Da geht es mir ja nicht anders. Man möchte eine ansprechende Seite gestalten und ist manchmal von seiner Arbeit so überzeugt, dass man gewisse Fehler nicht sieht. Wenn sich nämlich bei den Perfektionisten mal eine Idee als gut erwiesen hat, ist man so stolz drauf, dass man gewisse Dinge nicht sieht. Lass es die Farbe des Textes sein, der im Hintergrund untergeht oder irgendwelche Schatteneffekte, die Lesbarkeit beeinträchtigen. Dass und nur ein paar Beispiele.

Anfängern möchte ich noch mit auf den Weg geben: Gerade am Anfang ist weniger einfach mehr.

Was ist dir bei deinem eigenen Bloglayout wichtig? Verwendest du vielleicht bestimmte Farben, die charakteristisch für deinen Blog sind und somit einen Wiedererkennungswert schaffen?

Es gibt ein paar Designelemente, die ich ganz gerne verwende. Ich denke, das ist einfach meine „Handschrift“. Trotzdem ist jedes Design irgendwie einzigartig. Wenn ich dann aber erst einmal ein Design in Verwendung habe, versuche ich weitere Dinge, die ich für die Seite gestalte, anzupassen. Als ich vor ein paar Jahren für meinen YouTube Channel ein Design beziehungsweise ein Intro-Bild brauchte, bediente ich mich auch dem Design meines Blogs. Gleiches gilt übrigens für die Visitenkarten die ich auf der Kreativmesse zum Blogger Event mitgenommen habe.

Firmen treiben das mit der Corporate Identity oder dem Corporate Design teilweise auf die Spitze. Das macht aber durchaus Sinn. Ich sehe das (noch) nicht so krass bei mir. Ich denke mir eher, dass ich mich nicht zu sehr in eine Schublade zwängen lassen möchte, denn aus dieser kommt man schwer wieder heraus bzw. man kann sich nicht so leicht weiterentwickeln. Vielleicht ist das aber auch der Grund, warum es für mich jedes Mal so ein Kampf ist, ein neues Design von meinem Blog zu finden. Ich möchte etwas Neues. Es soll mir gefallen und trotzdem dem neuesten Trend entsprechen. So etwas zu (er)finden, da tu ich mir mittlerweile für meine eigene Seite echt schwer.

Wann passt für dich auf einem Blog eher der Magazin-Style (viele angeteaserte Beiträge auf einmal auf der Startseite), wann bevorzugst du die „klassische“ Variante, bei dem die Beiträge gleich komplett angezeigt werden?

Ich persönlich finde den Magazin Stil sehr schön, wenn ich Themes damit sehe. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich ein komisches Gefühl habe, dieses Layout bei meinem Blog zu sehen. Ich kann es nicht ganz erklären warum das so ist. Vermutlich kommt es aber daher, dass mein Blog noch aus der Zeit ist als die klassischen Designs vertreten waren. Etwas anderes gab es damals ja quasi gar nicht. Der Magazinstil kam erst so nach und nach. Worauf ich mittlerweile aber immer mehr zurückgreife, sind die More Tags bei WordPress. Damit die teasere ich gewissermaßen auch die Artikel an. Bei mir hat dies allerdings mehr einen optischen Grund. Ich möchte einfach nicht, dass man auf der Blog-Seite ewig weit hinunter scrollen muss.

Was sind absolute No-Gos in Sachen Layout?

Ein absolutes No-Go für mich ist es, wenn man sich zum Beispiel andere Leute Design bedient. Ich hatte das in der Vergangenheit dass jemand ein Wallpaper, dass ich erstellt hatte, einfach direkt gelinkt hatte und als Background für die eigene Webseite verwendet hatte. Ich kann gar nicht sagen, worüber ich mich mehr geärgert habe. War es die Tatsache, dass einfach mein Werk geklaut wird oder dass jemand die Dreistigkeit besaß, ungefragt meine Traffic zu verwenden.

Ich finde es außerdem auch blöd, wenn jemand Materialien wie zum Beispiel Brushes, Bilder, Fonts usw. verwendet ohne deren Herkunft oder Ersteller anzugeben. Es gibt viele Seiten auf denen Materialien kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nutzungsvoraussetzung ist aber den Ersteller anzugeben. Wenn man nicht mal in der Lage ist dieses Minimum zu erfüllen, hat man meines Erachtens die Materialien nicht verdient. Ich weiß, das Internet ist groß. Man sammelt im Laufe der Zeit so viele Sachen an und weiß zum Teil nicht mal mehr woher sie stammen. Wenn ich mir nicht hundertprozentig sicher bin woher etwas dann darf ich es nicht verwenden,egal wie schön der Brush, die Font etc. ist.

Es kommt aber gelegentlich auch vorkommen daß man den Ersteller beziehungsweise dessen Webseite angeben möchte, diese aber einfach nicht mehr existent ist. Ich selbst habe für mich entschlossen, den Ersteller zwar trotzdem aufzuführen, aber einfach nicht mehr auf die tote Seite zu linken. Ist natürlich auch nicht so super gelöst, aber ich werde von Google nicht mehr so sehr abgestraft.

Kopieren finde ich sowieso ein schwieriges Thema. Aber sind wir mal ehrlich, Kreativität ist etwas das zum Teil so funktioniert. Ich will hier nicht das Kopieren rechtfertigen, aber irgendwie lässt man sich doch auch von Werken andere inspirieren beziehungsweise anstacheln das nachzumachen. Man möchte auch so etwas Tolles schaffen. Dadurch dass jeder seine eigene „Handschrift“ hat, entwickeln sich so vielleicht auch neue Trends und jedes Design hat seinen eigenen kleinen individuellen Touch.

Erinnerst du dich noch an Webdesign-Trends, die heute nicht mehr angesagt sind?

Oh ja… ich bin ca. im Jahr 2001 online gegangen. Vom Chatten bin ich relativ schnell umgeschwenkt auf die Webseitenerstellung. Damals war es ja noch so einfach Webseiten zu bauen. Webseiten, mit hauptsächlich Manga- Anime- oder sonstigen Stardesigns schossen wie Pilze aus dem Boden und verschwanden zum Teil genauso schnell wieder in der Versenkung. Die momentan so sehr gehalten Responsive Design waren noch gar nicht in Aussicht. Mobiles Internet steckte in den Kinderschuhen und wenn man mit dem Handy online gehen wollte, musste man eine WAP-Seite besuchen und keine die man mit www erreicht.

Zu dieser Zeit waren Frames z. B. sehr angesagt. Auch ich hatte mich daran versucht und nachdem ich es erstmal verstanden hatte, wie es funktioniert, wurde diese Art des Designs gerne von mir verwendet. Später kamen dann noch die iFrames dazu. Diese werden ja heute auch noch verwendet. Nur Webseiten, mit Frames habe ich schon lange nicht mehr gesehen oder zumindest wahrgenommen.

Das Blogger-Alphabet

Weiter geht es ab 29.02.2016 mit E wie E-Mails. Weitere Infos zur Projekt und wie ihr teilnehmen könnt, findet ihr hier. Meine Beiträge, die sich im Laufe des Jahres ansammeln werden, könnt ihr unter der Kategorie Blogger-Alphabet nachlesen

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